Wenn die Gespräche auf meine Leidenschaft, das Reisen, kommen, so folgt auf meine Reiseberichte meist die Frage: Wie finanzierst du dir das alles?

Hier kommt meine ultimative Antwort darauf. Meine Tipps und Tricks, wie du dir deine Reisekasse auffüllen und deine Reisewünsche verwirklichen kannst – egal ob in Festanstellung oder als Student mit Nebenjobs. Inklusive einiger meiner Alltags- & Reiseerfahrungen zur Nachvollziehbarkeit.

Der Schweizer Vorteil

Ich bin unglaublich dankbar um meine Heimat, die Schweiz. Wir geniessen nicht nur einen sehr hohen Lebensstandard, sondern kommen auch in den Genuss eines weiteren Vorteils: Vergleichsweise gut bezahlte Arbeitsstellen. Es ist kein Geheimnis, dass unsere Lebensunterhaltskosten jedoch entsprechend teuer sind (Miete, Versicherungen, Auswärtsessen…). Nicht umsonst steht das kleine Land im Zentrum Europas auf Platz 2 der teuersten Länder der Welt. Ein Vorteil hat das jedoch: Egal wo du hinreist, dort ist es mit ziemlicher Sicherheit günstiger, oder höchstens gleich teuer wie zu Hause. Das wurde mir zum ersten Mal so richtig bewusst, als ich mich in Australien mit einem Deutschen auf einer Free-walking Tour unterhalten habe, der mit grossen Augen die teuren Preise einer Imbissbude analysierte. 8 AUD, umgerechnet ca. 5.30 CHF für ein Menu – vergleichsweise teuer für den Deutschen, der zu Hause einen Döner für 3 EUR erhält, für mich jedoch günstig, da wir in der Schweiz 8-12 CHF für gleiches bezahlen. Sogar an teuren Destinationen wie im Norden Europas, den USA (insbesondere Hawaii) und in Australien, waren die Kosten im ähnlichen Preisniveau wie zu Hause, was die Budgetierung vereinfacht, da wir uns die hohe Preisklasse schon aus dem Alltag gewohnt sind.

Stichwort Alltag: Denn genau hier solltest du mit dem Sparen vor dem Reisen ansetzen.

Sparen vor dem Reisen

Arbeiten, arbeiten, arbeiten…

Tja Geld fliegt bekanntlich nicht vom Himmel. Und wenn man nicht gerade im Lotto gewinnt oder ein Vermögen erbt, ist die offensichtlichste Option: Arbeiten!

  • Suche dir einen Nebenjob – beispielsweise im Service und lege das Trinkgeld bewusst in die Reisekasse.
  • Schaue dich nach Zusatzverdiensten um, wie beispielsweise Promoaktionen, Verpackungshilfe während der Weihnachtszeit oder für Aushilfsjobs an Festivals… je nachdem was dir liegt. Babysitten? Haushaltshilfe? Es gibt so viele Möglichkeiten und wer arbeiten möchte, der findet sicherlich etwas.
  • Überweise einen monatlichen Fixbetrag auf dein Sparkonto (bei einem fixen Einkommen). Wenn am Ende des Monats noch Geld übrig ist, wandert dieses ebenfalls auf das Sparkonto.

Egal ob in einer Festanstellung oder als Nebenverdienst während dem Studium. Sparen funktioniert an beiden Orten gleich, lediglich der Sparbetrag variiert (logischerweise) je nach Monatseinkommen. Ansetzen kann man bei beiden Lebensstilen aber an denselben Punkten:

Beginnen wir also mit der Budgetierung

Dein grösstmögliches Sparpotenzial findest du am besten anhand eines Budgetplans heraus. Egal, ob du diesen von Hand erstellst oder in einer Excel Tabelle kreierst. Wenn du deine alltäglichen Ausgaben einmal niedergeschrieben hast, ist es einfacher, die Sparmöglichkeiten abzuwägen.

Auf deinem Budgetplan kannst du auch die Jahresbeträge wie Steuern oder Abonnements auf den Monat hinunterbrechen. Das öffnet einem ziemlich fies die Augen – ja das Leben ist teuer ^^‘. Ich empfehle, die Ausgaben in entsprechende Kategorien einzuteilen, was nochmals einen besseren Überblick verschafft und die Positionen offenbart, an denen gespart werden kann:

Wohnung

Oh dear… ein verflixt grosser Punkt, der jeden Monat einen grossen Brocken vom Einkommen einnimmt. Somit auch gleich ein Punkt mit grossem Sparpotenzial.

  • Es erklärt sich von selbst, dass alleine wohnen teurer ist als in einer Wohngemeinschaft mit 1 oder mehreren Personen. Nicht nur die Miete teilt sich auf. Die Stromkosten, die Radio- & Fernsehgebühr von 365.- im Jahr pro Haushalt und natürlich auch die Abonnements für Internet und TV (oder auch Netflix ;)) lassen sich auf alle Beteiligten aufteilen.
  • Abonnements vergleichen & einsparen. Ich persönlich greife ja am liebsten auf Netflix zurück. Die Kosten dafür lassen sich bequem in der Familie aufteilen, da bis zu 5 Profile auf 1 Account erstellt werden können (dasselbe machen wir übrigens auf Spotify, der Musikplattform). Mein Freund hingegen zappt gerne mal durch die Fernsehkanäle. Hierfür haben wir uns auf ein günstiges Abo von Zattoo für 10.- im Monat (weitere Plattform: Wilma) geeinigt und streamen die Kanäle übers Handy via Google Chromecast auf den Fernsehbildschirm. Für den günstigsten Internetanschluss zahlen wir derzeit je 20.- pro Person pro Monat.
  • Nicht nur nachhaltiger für die Umwelt, auch besser für den Geldbeutel: Strom sparen. Dazu gilt auch, die Geräte komplett auszuschalten und nicht im Stand-by Modus zu halten.
  • Falls du vor hast, deine Wohnung aufzulösen und länger auf Reisen zu gehen, könntest du 1 oder wenige Monate zwischen Auszug und Reiseaufbruch bei Freunden oder Familie unterkommen. Das spart sicherlich einiges an Wohnkosten und dein Umfeld freut sich bestimmt, vor der längeren Trennung noch Zeit mit dir verbringen zu können =). (Bitte fleissig im Haushalt mithelfen, wenn schon keine oder nur geringe Bezahlung verlangt wird 😉 )
  • Tauschen und ausleihen: Das habe ich mir gerade bei meinem Umzug zu Herzen genommen. Wieso eine ganze Werkzeugkiste kaufen, wenn man die doch schnell vom Nachbarn ausleihen kann? Die Bilder hängen, die Kiste nimmt keinen unnötigen Platz ein und wenn mal was geändert wird, einfach nochmals freundlich nachfragen.
  • Gebrauchtes und Secondhand kaufen. Meistens gibt es immer irgendjemanden im Umfeld, der noch ein TV-Möbel hat, das er nicht mehr braucht, oder jemanden kennt, der jemanden kennt… der grad einen Esstisch oder sonstiges verkauft. Viel günstiger und nachhaltiger als immer alles neu zu kaufen und manchmal kommt man so an wunderschöne Secondhandmöbel & füllt auch gleich die (Reise-)kasse eines anderen 🙂 win-win!

Handyabo

Denn Kleinvieh macht auch Mist.

  • Lange zeit besass ich ein Alles-unlimitiert-Abo für 55.- monatlich. Hoch gerechnet sind das 660.- im Jahr! Seit über 3 Jahren lege ich diesen Betrag monatlich fix zur Seite und lade lediglich hin und wieder einen Betrag als Prepaid aufs Handy, quasi für Notfälle – Anrufe und SMS. Denn sind wir mal ehrlich: W-Lan hat man heutzutage so ziemlich überall und wenn man mal im Bus oder Zug sitzt oder einfach so unterwegs ist, kann man doch ruhig mal unerreichbar sein und sich von zu Hause aus wieder melden ;). Dafür kannst du dich über einen Trip mehr im Jahr freuen, da sind die 660.- doch besser investiert.

Versicherungen

Wir Schweizer sind wohl die Spitzenreiter was Versicherungsabschlüsse angeht. Ja teilweise sind wir sogar doppelt versichert, ohne das überhaupt zu bemerken – völlig unnötig, nicht wahr?

  • Vergleiche die Versicherungsanbieter und versuche einzusparen, wo du sparen kannst.
  • Nimm deine Krankenkasse genauer unter die Lupe – kannst du deine Prämie höher ansetzen, um die monatlichen Kosten zu senken? Besonders für Studierende: Beantrage eine Prämienvergünstigung. Versuchen kann man’s ja. Entweder wird dein Antrag abgelehnt und du zahlst gleich viel wie davor, oder du erhältst eine Vergünstigung.

Ernährung

Die Ernährung ist so ein wichtiger Punkt, dass man gerne sagt, hier sollte man nicht sparen. Und doch summieren sich die Kleinbeträge für Znünis und Auswärtsessen enorm, weswegen man hier gut ansetzen kann, ohne dass die Gesundheit darunter leidet.

  • Einen monatlichen Fixbetrag auf ein separates Haushaltskonto überweisen. Dieser dient für die Lebensmittel-Einkäufe für zu Hause und wird nicht überschritten. Da gibts notfalls dann halt doch mal Nudelsuppe ;).
  • Zu Hause kochen, vorkochen & mitnehmen – und dabei am besten den Geldbeutel bewusst zu Hause lassen oder sich antrainieren, dem Znüniwägeli zu widerstehen.
  • Meide spontane Tankstelleneinkäufe. Denn dort sind die Produkte um einiges teurer.
  • Finde heraus, bei welchem Discounter du welche Produkte am günstigsten erhältst. Für die Schweizer: Aldi und Lidl sind sicher die günstigste Wahl. Mein Favorit ist die Migros (Coop ist vergleichsweise meist teurer). Oder wenn du auf dem Land lebst: Rauf aufs Fahrrad und eine Runde von Bauer zu Bauer dreh’n – lokaler kann man nicht einkaufen.
  • Nutze die Budget Linie des Discounters. Beispiel: Migros – Migros Budget. Coop – Prix Garantie.
  • Kaufe Brot von gestern oder krummes Gemüse bei der Kette „Ässbar„. Das ist nicht nur günstiger, sondern noch genauso geniessbar und du rettest Lebensmittel vor der Mülltonne.
  • Kassenbuch führen: Was gebe ich in 1 Monat fürs Essen aus? War davon immer alles nötig oder habe ich die Hälfte verfaulen lassen, weggeworfen oder zu sehr nach den Deluxe-Lebensmittel gegriffen? Ein gesunderes Bewusstsein für den eigenen Konsum entwickeln.
  • Gönn dir was – reduziere die Auswärtsbesuche, nutze sie für spezielle Anlässe und geniesse sie vielmehr, da sie so zu einem selteneren und bewussteren Erlebnis werden. Den einen leckeren Gourmetkäse, den du so magst: Gönn ihn dir bewusst wenn mal ein Groschen übrig bleibt, aber lasse ihn nicht wöchentlich in den Einkaufswagen wandern.
  • Tobe dich in der Küche aus. Aus den Basics wie Nudeln, Linsen, Reis oder Kartoffeln mit saisonalem Gemüse als Beilage lassen sich einfache, leckere und abwechslungsreiche Gerichte zaubern. Werde kreativ und nehme dir mehr Zeit fürs Kochen und die Nahrungsaufnahme. Für faule Tage tun’s auch mal Nudeln mit Tomatensauce. Es gibt Budgetgerichte mit unterschiedlichstem Kochaufwand und für jeden Geschmack =).
  • Wühle im 50% Abteil. Fleischesser können so heruntergesetztes Fleisch, das kurz vor dem Ablaufdatum steht vor dem Mülleimer retten, zu Hause einfrieren und später verzehren. Auch bei den leckeren Vegi-Fertigprodukten gibt es teils 50% Artikel, die man gut auch ein paar Tage über dem Datum hinaus noch geniessen kann.
  • Hast du einen Balkon oder Garten? Baue dein Gemüse selbst an und werde so zum Selbstversorger.
  • Hast du schon mal was von Containering gehört? In meinem Umfeld kenne ich 2 Leute, die sich so mal monatelang von noch guten Lebensmitteln, die jedoch weggeschmissen wurden, ernährt haben – 0.- Ausgaben. Ist jedoch ein bisschen eine Frage, ob man der Typ dafür ist, nachts in Containern zu wühlen. Hinweis: In der Schweiz ist dies gesetzlich verboten.

Freizeitgestaltung

Hier neigen wir wohl alle dazu, gerne und viel Geld auszugeben, denn es handelt sich um all die vielen tollen Freizeitaktivitäten. Vom Cocktailschlürfen bis zum Kinobesuch…

Mir fällt es einfacher an dieser Position zu sparen, indem ich mir bewusst mache, was ich mir mit dem Betrag auf Reisen leisten könnte. 14.- für einen Cocktail = 1 Übernachtung im schönen Hotel in Bali.

  • Wieso also nicht kreativ werden und statt der offensichtlichen Wahl für Kino, Restaurant, Bar & co. mal zu Hause einen Spieleabend machen? Gemeinsam kochen, Minipizzen auf dem Raclettofen backen. Rausgehen, picknicken, wandern und jeder bringt etwas an Verpflegung mit. Schliesslich geht es ums Zusammensein und nicht nur ums viel Geld ausgeben.
  • Setze dir einen monatlichen Fixbetrag und hebe diesen in Bar ab. Dies ist der Freizeitbatzen, den du ausgeben kannst, wie du willst. Ob in einem Restaurant, fürs Konzert, eine Bergbahn… So bist du nicht nur an jeder Ecke am sparen, sondern gönnst dir auch bewusst etwas im Alltag.
  • Die Sache mit den Büchern… vielleicht bin ich da ein Sonderfall, doch es gibt Tage, an denen ich 1 ganzes Buch verschlinge, oder Wochen, in denen 2 Bücher aus meiner To-Read Schublade verschwinden. Da ich besonders gerne autobiografische Reisebücher lese, kommt für mich eine Bibliothekkarte nicht in Frage – die hätten nie genau das, was ich lesen möchte, so meine Einstellung ^^‘. Sonst wäre das wohl die beste Variante. Oder du probierst es mit Buchtausch. Such dir Freunde in deinem Umfeld oder eine Online-Community in der gelesene Bücher ausgetauscht werden. Neu wurde mir auch die „gebrauchte Artikel“ Funktion auf Amazon empfohlen. Dort findest du gebrauchte oder beinahe neue Bücher von anderen Leseratten zum Schnäppchenprei.

Minimalismus: Kleidung & co.

Zum Thema Minimalismus habe ich bereits einen separaten Beitrag erstellt.

  • Ausmisten & Sachen auf einem Flohmarkt oder online verkaufen.
  • Shoppingeklate vermeiden. Gehe bewusst einkaufen, wenn du merkst, dass es dir an etwas fehlt und nutze das Geld lieber für die Anschaffung deiner Reiseutensilien.
  • Kannst du dich von deinem Auto trennen? Meinen geliebten Fiat500 wurde ich vor der Weltreise für 7’500.- los. Die teure Versicherung konnte ich auch gleich mitkündigen. Ein grosser Reisebatzen =).

Geschenke

Klingt vielleicht etwas frech. Doch…

  • Anstatt sich mit materiellen Dingen beschenken zu lassen, macht es doch mehr Sinn, direkt einen Sparbatzen an den grossen Traum zu erhalten.
  • Wie wäre es mit einer Wunschliste der Utensilien, die du für deine Reise noch benötigst? Das Schnorchelequipment meiner Schwester zu Weihnachten ist nach wie vor mein treuer Begleiter.

Sparen während dem Reisen

Das Sparpotenzial auf Reisen hängt stark von deinen Ansprüchen und deiner Art des Reisens ab. Bist du ein Freund des Campings, scheust du dich nicht vor Mehrbettzimmern mit geteiltem Bad? Oder bist du eher der Hoteltyp und fühlst dich wohler mit einem Taxi von A nach B zu kommen als dich mit dem landestypischen Verkehrsnetzt rumzuschlagen?

Je geringer deine Ansprüche, desto höher natürlich dein Sparpotenzial. Finde deine Weg und doch gibt es für jeden Weg kleine Spartipps:

Der Reisezeitpunkt

Kein Geheimnis: Reisen in der Nebensaison ist nicht nur günstiger, auch die Touristenmassen halten sich in Grenzen. Versuche deshalb, deine Pläne entsprechend um die Hochsaison zu planen.

Die Wahl des Reiseziels

Selbstverständlich ist die Wahl des Reiseziels ein grosser Faktor für die anfallenden Kosten. Auf diversen Webseiten kannst du dich über die Lebenshaltungskosten (Cost of living) vor Ort informieren und dein Tagesbudget entsprechend kalkulieren.

Sightseeing

  • Gewisse Grossstädte bieten sogenannte Free-Walking Tours an. Zu Fuss läufst du mit einer Gruppe und einem Guide durch die Strassen und erfährst interessante Infos zu den Sehenswürdigkeiten und den Ort. Die Exkursion ist gratis und am Ende der Führung darfst du einen selbst ausgewählten Batzen als Trinkgeld spendieren.

Ernährung

  • Esse dort, wo die Locals essen und meide die Touristen-Hotspots. Ein paar Gassen weg vom Trubel und schon minimieren sich die Preise enorm.
  • Esse lokal, sprich: Meide Importlebensmittel. In Hawaii und Australien beispielsweise sind die Preise für Milchprodukte enorm hoch.
  • Kaufe in Grossmärkten ein und koche selbst, statt täglich auswärts zu essen. Wo du im Alltag zu Hause gut sparen kannst, lässt sich auch auf Reisen enorm sparen.
  • Streetfood ausprobieren.
  • Nimm eine Filterflasche mit auf Reisen und spare dir nicht nur PET-Abfall, sondern auch Kosten für Getränkeflaschen und trinke gefiltertes Wasser aus der Leitung.
  • Erfreue deine Leber und verzichte auf Alkohol. Da macht auch die Reisekasse Freudesprünge.

Shopping

  • Lerne zu Handeln. Ich persönlich mag das gar nicht, doch gerade in Asien war dies unumgänglich, es sei denn, man möchte abgezockt werden. Meist handelt es sich für uns ja doch nur um wenige Franken oder Rappen und doch sollte man sich nicht zu schnell einlullen lassen. Ein paar Beispiele aus Indonesien: Poncho am einen Stand für 100k (7.-) – am nächsten für 300k (21.-). Sarong für 90k – am selben Abend 2 Sarongs für 50k.

Verkehrsmittel

  • Nutze die öffentlichen Verkehrsmittel. Das ist nicht nur abenteuerlicher und authentischer, sondern auch immer günstiger. Keine Sorge, meist kann man sich vorab schon informieren, aber auch vor Ort findet sich immer jemand, der einem weiterhelfen kann. In Sydney beispielsweise kostet Sonntags das komplette Netz nur 1 AUD, wodurch man sich die Oper und Harbor Bridge auch günstig von Wasser aus anschauen kann. Informiere dich vor Ort über die jeweiligen Möglichkeiten.
  • Versuche deine Reise so zu planen, dass du Inlandflüge möglichst vermeiden kannst und die meisten Strecken über Land zurücklegen kannst. So siehst du nicht nur mehr, sondern tauchst auch in das Land und Leben ein, was ja der Sinn des Reisens ist =).
  • Wenn’s doch auf dem Luftweg sein muss, habe ich hier einige Tipps, wie du günstige Flüge finden kannst.
  • Lade dir vorab die Offline Karte der jeweiligen Region herunter. Das hilft dir nicht nur bei der Orientierung, sondern spart dir auch die Navikosten bei einem Mietwagen.
  • Autostopp – das habe ich persönlich zwar nicht ausprobiert und ich bin wohl auch ein zu grosser Schisser dafür, doch einige Reisende erzählen von tollen Erfahrungen. Mein Cousin hat es so mal bis nach Frankreich und sogar nach Kroatien geschafft. Wohl eine Frage des Typs und Muts =)

Unterkünfte

Hier ist es besonders eine Frage des Anspruchs. Schlussendlich ist man ja doch die meiste Zeit unterwegs und benötigt lediglich ein Bett zum Schlafen. Und da man dabei sowieso die Augen schliesst, darf es doch auch mal etwas einfacher und günstiger sein ;).

  • Ganz klar: Hostels sind günstiger als Hotels und meist lernst du da noch tolle Leute kennen und kannst die Gemeinschaftsküche zur Zubereitung von Mahlzeiten nutzen.
  • Ich bin ja ein absoluter Airbnb Fan, sobald ich zu zweit oder mit mehreren Leuten reise. Man fühlt sich einfach gleich wie ein Bewohner des Ortes, geniesst den Luxus der Privatsphäre, oder wohnt bei einer heimischen Familie und kann ebenfalls die Mahlzeiten selbst zubereiten und dort wieder zusätzlich sparen. Wer braucht schon ein täglich gemachtes Hotelbett, wenn man sein Kofferchaos in der ganzen Wohnung verteilen kann, ohne dass es jemanden kümmert? 😛
  • Couchsurfing – auch diese Variante habe ich selbst noch nicht beansprucht. Hier übernachtest du auf der Couch eines Fremden, der im Gegenzug neue Leute aus fremden Kulturen kennenlernt.
  • Campen. Eine wunderbare Art des Reisens. Ob mit Zelt, Matratze im Auto oder einem Campervan, auch hier kann das Budget und der Luxus variieren. Du kannst selbst kochen und verbringst viel Zeit in der Natur.

Gruppenreisen

Der Vorteil an Reisen mit mehreren Leuten ist, dass man sich gewisse Kosten teilen kann. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn man ein Auto oder eine Wohnung mietet. 2 Beispiele:

In Hawaii beispielsweise, teilten wir die Mietwagenkosten immer auf 2 Personen und einmal sogar auf 5 auf. Ein enormer Preisunterschied. Dasselbe gilt natürlich auch fürs Benzin, da trotz höherem Verbrauch der geteilte Betrag kleiner ist, als wenn man alles alleine Zahlen würde.

Der Fahrer auf unserer 7-tägigen Floresreise kostete insgesamt 470.-. Somit 235.- pro Person für die ganze Woche. Hätten wir den Trip gleich zu 4. gemacht, wären es schon nur noch um die 118.- gewesen.

Arbeiten während dem Reisen

Ich persönlich bevorzuge es, zuerst zu arbeiten, zu sparen und die Reise dann in vollen Zügen zu geniessen. Allerdings gibt es viele, die besonders auf längeren Reisen sogenanntes Work & Travel ausprobieren oder als Digitale Nomaden durch die Welt ziehen und von überall aus arbeiten. Die Jobs können dabei sehr vielfältig sein, als Servicekraft oder Farmhilfe in Australien bis zu Barmitarbeiter in Malaysia. Da ich zu diesem Thema keine eigenen Erfahrungen habe, überlasse ich dir das drauflosgooglen und wollte diesen Punkt nur als weitere Möglichkeit der Reisefinanzierung erwähnen.

Falls du selbst noch praktische Spartipps hast, kannst du mir gerne einen Kommentar hinterlassen, ich würde mich sehr darüber freuen =)

** Alle in diesem Beitrag erwähnten Firmen gelten als persönliche Empfehlung und sind hiermit als unbezahlte Werbung gekennzeichnet.