Bella Italia. Es geht dieses Jahr Städtetrip-ig weiter, nämlich ab in unser südliches Nachbarland: In die Hauptstadt Italiens.

Wie so viele andere Leser bin auch ich „Eat Pray Love“ verfallen und habe Rom während meiner Weltreise als eins meiner nächsten Europaziele festgelegt. So viel tolles haben wir über die Stadt mit den antiken Ruinen gehört und so reisen meine Schwester und ich mit hohen Erwartungen und grosser Vorfreude auf Pizza & Pasta nach Italien.

Der Zug fährt uns vom Flughafen Fiumicino aus für je 8€ ins zentral gelegene Trastevere. Von dort aus erreichen wir nach kurzer Busfahrt (je 1.50€) und 10 Minuten Gehweg unsere niedliche Airbnb Wohnung**:

Die Wohnung liegt in einer Gegend, in der es zahlreiche leckere Restaurants gibt. Ideal für unser Vorhaben, uns während den 4 Tagen kulinarisch auswärts verwöhnen zu lassen.

Auch die bekanntesten Wahrzeichen, so heisst es, seien von hier aus in nur 20 Gehminuten erreichbar.

Schnell bemerken wir, wie verwinkelt die Stadt aufgebaut ist. Oft biegen wir trotz Offline-Karte falsch ab und werden mit dem Anblick eines wunderschönen antiken Gebäudes überrascht. Jede Ecke hält ein neues Fotomotiv oder ein weiteres niedliches Restaurant bereit und es ist beinahe unmöglich, mal schnell das Kolosseum anschauen zu gehen, da nur schon der Weg dorthin wunderbare Eindrücke der Stadt bereithält.

Wir orientieren uns an der schlangenförmig verlaufenden Tiber, sowie den Touristenströmen. Schliesslich erreichen wir das Kolosseum, als die Sonne bereits den ersten Tag langsam verabschiedet und eine friedliche Stimmung auf den Himmel zeichnet.

Das berühmte Kolosseum muss sich hohen Erwartungen stellen. Doch ich muss sagen, meine wurden übertroffen! Es ist noch viel grösser und mächtiger, als ich es mir vorgestellt habe. Zwar verzichten wir aufgrund der Menschenmassen auf die Besichtigung des Inneren, doch auch die Aussenfassade des Amphitheaters übertrifft meine Erwartungen. Was damals im 1. Jahrhundert als Veranstaltungsort für brutale Spiele diente, ist heute Roms Wahrzeichen und ein Besuch hierhin sollte man sich definitiv nicht entgehen lassen.

Gleich daneben befindet sich das Forum Romanum, das Herz des antiken Roms, welches Zentrum der politischen Macht war. Die Triumphbögen, Gebäude und Tempel lassen erahnen, wie das Stadtbild damals aussah.

Über eine unsichtbare Grenze verlassen wir am nächsten Tag Italien und betreten den Vatikan, den kleinsten Staat der Welt. Hier befindet sich das Zentrum der römisch-katholischen Kirche und der Amtssitz des Papstes.

Bereits aus der Ferne sichtbar: Der Petersdom.

Die grösste Basilika der Welt liegt auf dem Petersplatz im Vatikan. Um die langen Schlangen zu vermeiden und an einer Besichtigung von Innen teilzunehmen, empfiehlt es sich, bereits frühmorgens, gegen 8 Uhr vor Ort zu sein. Wie auch bei der Tempelbesichtigung in asiatischen Ländern, sollte man die Kirche in angemessener Kleidung betreten: Gemässigt, schulterbedeckt und keine Hotpants und bauchfreien Tops.

Zurück in Italien 😛 lassen wir uns durch die Strassen treiben und stehen plötzlich vor dem eindrücklichen Pantheon. Ursprünglich wurde dieses Gebäude als Tempel für die Götter errichtet und schliesslich zur Kirche umfunktioniert. 1700 Jahre lang war die Kuppel mit 43 Metern Durchmesser die grösste Kuppel der Welt und diente als Vorbild für Kuppelbauten weltweit.

Die Architektur der alten Römer erinnert uns sehr an Griechenland, wo wir als Kinder jedes Jahr den Familienurlaub verbracht haben.

Piazza Venezia.
Direkt daneben: Säulen aus einer längst vergangenen Zeit.

Beim Trevi Brunnen lasse ich es mir natürlich nicht nehmen, eine Glücksmünze über meine Schulter ins Wasser zu werfen. Ein Volksglaube besagt, dass jeder nach Rom zurückkehrt, der über seine Schulter eine Münze in den Brunnen wirft. Mal schauen, ob dies der Wahrheit entspricht ;). Täglich landen auf diese Weise etwa 4’000€ im Brunnen. Ein Betrag, den ich mir bei dem Menschenauflauf gut vorstellen kann :D. Jeden Morgen wird das Geld von Mitarbeitern der Stadt eingesammelt und geht an den Staat, der die Einnahmen für gemeinnützige Zwecke nutzt.

Die Spanische Treppe.

Die ewige Stadt, wie Rom auch genannt wird, deren Geschichte auch heute noch lebendig und greifbar in den vielen Wahrzeichen und Monumenten der Stadt ist, ist mit seinen malerisch-verwinkelten Gassen, dem tollen Essen und Charme der Italiener definitiv ein Top-Ziel für einen Städtetrip!

Videoimpressionen

Sightseeing-Map

Ein paar Tipps

  • Vorzugsweise mit dem Rucksack nach Rom reisen. Mit dem Koffer auf den Pflastersteinen ist das Fluchen vorprogrammiert 😉
  • Achtung vor Diebstählen! Leider ist die Stadt dafür berüchtigt.
  • Achtung auch vor Trickbetrügern, besonders auf den touristischen Plätzen. Die ziehen einem ein vermeintlich geschenktes Armband an, nur um anschliessend in einer grossen Szene doch eine Bezahlung zu verlangen. Dies nur als ein Beispiel.
  • Das Herunterladen einer Offline-Karte (z.B. bei Google Maps) ist sehr zu empfehlen.
  • Besuche nicht die Lokale rund um die Hauptspots. Wir bezahlten wegen dieses Fehlers erschreckende 14€ für 2 kleine frische Orangensäfte. Lieber ein paar Strassen weiterlaufen und die Preise vergleichen. Da kostet ein Teller Pasta schnell mal 15€ oder 8€. Summiert sich im Ganzen halt doch…
  • Rom lässt sich mit etwas Ausdauer gut zu Fuss erkunden. Die Unterkunft wäre auf der anderen Seite des Flusses etwas zentraler gelegen. Da die Hauptsehenswürdigkeiten doch etwas in den verschiedenen Ecken liegen, hängt das Laufen spät am 3. Tag an.
  • Aufenthaltsempfehlung: 2 volle – 3 Tage
  • Roadtripidee für einen Tagesausflug aus der Stadt hinaus: Mit dem Mietauto in die ca. 2h entfernte Toskana fahren zur Terme di Saturnia
Quelle: Google Bilder

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