Home sweet home – seit neustem in Bern und nicht mehr in Zürich 🙂📦

Tag 11 zurück von meiner Weltreise und es zieht mich nach einer etwas verregneten Woche nun beim schönsten Wetter hinaus in die Natur. Oder besser gesagt hinAUF in die Natur: Auf den Niesen soll es gehen.

img_0370.jpgDen 2’362m hohen Berg sehe ich nämlich jeden Tag bei meiner morgendlichen Schokomilch auf dem Balkon. Zusammen mit Laura, die ich in Hawaii kennengelernt habe, möchten wir in den Wandererinnerungen von Oahu schwelgen und uns an den Bergaufstieg machen.

Da der Wanderweg von Wimmis aus gesperrt ist, fahren wir mit dem Auto nach Mülenen, wo wir den Niesen von einer anderen Seite aus besteigen.

Der Wanderweg beginnt filmreif kitschig mit der Begegnung eines Eichhörnchens. Schnell nehmen wir an Höhe zu und blicken hinunter auf Mülenen und die umliegenden „Käffer“ 😃.

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img_0334Anschliessend folgt ein langer Abschnitt mitten im Wald. Über Wurzelwege hinweg erreichen wir die Mittelstation Schwandegg auf 1’669 m ü. M. und am liebsten würde ich bereits hier ins grüne Gras mit den zahlreichen verschiedenfarbigen Blumen liegen. Der Anblick der Pflanzen hier macht mir bewusst, wie sehr ich die vertraute Schweizer Natur doch vermisst habe. Bekannte Geräusche wie das Zirpen der Grillen und das Läuten der Kuhglocken erwecken in mir wohlige Heimatsgefühle und geben mir etwas Kraft für den nächsten Aufstiegsabschnitt. Wobei mir Laura da definitiv um Längen voraus ist – ich muss erwähnen, dass Madame so sportlich ist, dass bei ihr sogar mal ein Sportstudium ein Thema war 😃. Normalerweise bevorzugt sie sogar die Wanderwege, bei denen man gewisse Abschnitte hochklettern muss! Energie und Abenteuer pur, die liebe Fribourgerin😋 eine der Wagemutigen, die in Hawaii die Three Peaks und den Stairway to Heaven erklommen haben – Wanderungen, bei denen mir nur schon bei den Googlebildern das Herz in die Hose rutscht. 😅

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Stichwort „Stairway“: Unter lautem Schnaufen der Anstrengung unterhalten wir uns über die Topsportlichen, die solche Wanderungen hinaufjoggen oder beinahe hinunterrennen. Auf dem Niesen gibt es tatsächlich einmal jährlich einen Treppenlauf. 11’674 Stufen entlang der Bergbahn hinauf! Für mich sehr unvorstellbar, da ich auf dem Koko-Head mit seinen 1’048 Stufen schon an die Grenzen meiner Ausdauer kam.

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Endlich durchbrechen wir die Baumgrenze und erblicken die traumhafte Aussicht auf den Thunersee. Der letzte Streckenabschnitt zieht sich ganz fies in die Länge, da er sich wortwörtlich dem Berg hinaufschlängelt und kaum ein Ende in Sicht ist. Immer wieder machen wir kurze Verschnaufpäuschen, um die Aussicht zu geniessen und die Restenergie für die letzten paar Meter zusammenzukratzen. Oben angekommen bleibt uns die schöne Rundumaussicht schliesslich verwehrt und wir essen frierend unser Mittagessen um 16:35 Uhr inmitten des Wolkenmeers. Ziemlich genau 4 Stunden dauerte unser Aufstieg und in nur wenigen Fahrtminuten mit dem Bergbähnli kommen wir erschöpft aber zufrieden unten an.

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Wiederholungsbedarf an noch sehr vielen weiteren Orten der wunderschönen Schweiz!

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