Gefahrene Kilometer: 978 km

Australien! Land der Koalas und K├Ąngurus­čśŹ. Hier sind wir nun und mehr als ready f├╝r unseren Roadtrip. Anders als bei unserem 3-w├Âchigen Trip in die USA, wird hier ein Campervan unser zu Hause sein. Erneut haben wir die Westk├╝ste gew├Ąhlt und freuen uns auf zahlreiche traumhafte Sonnenunterg├Ąnge.

Tag 1 in Perth

├ťbernahme des Campers und erste Fahrversuche. Definitiv ein ganz anderes Fahrgef├╝hl und das nicht nur wegen dem Linksverkehr!­čśů Im Camper f├Ąhrt es sich automatisch gem├╝tlicher und entspannter. Herunterfahren ist also nur schon deswegen garantiert.­čśŐ Wir finden sofort gefallen an dieser f├╝r uns beide neue Art des Reisens. Das zu Hause auf 4 R├Ądern zu haben ist einfach super! Und man ist sooo flexibel! Adresse ins Navi eingeben und einfach losfahren.­čśŹ So ein Fahrzeug gibt einem ein enormes Freiheitsgef├╝hl, das habe ich schon immer geliebt.

Nach dem ersten Grosseinkauf machen wir uns auf zum Caversham Wildlife Park. Denn um gleich das absolute Australienfeeling zu bekommen, m├Âchten wir Koalas und K├Ąngurus sehen. F├╝r letztere w├Ąre nicht mal ein Park n├Âtig, denn die hoppelnden Tiere sehen wir bereits in den B├╝schen auf dem Weg zu unserem Ziel.

Der nat├╝rliche Lebensraum der Koalas jedoch, liegt auf der Ostseite des Kontinents. Der Wildlife Park bietet uns somit die Gelegenheit, die entspannten grauen Tiere von nahem zu betrachten und sogar zu streicheln. Unglaublich niedlich sind sie und zu gerne h├Ątten wir einen geknuddelt!­čÖł wer schon nicht… doch um den Tieren zu viel Stress zu ersparen, ist dies nicht erlaubt, was ich dann doch auch nur unterst├╝tzen kann. Solchen Zoo-Besuchen gegen├╝ber bin ich mittlerweile sowieso viel kritischer geworden…

Anschliessend folgt die Zubereitung unseres ersten Abendessens im Camper. Schnell finden wir uns in der kleinen K├╝che zurecht und kochen Fussili Pesto Rosso mit frischen Tomaten und Brokkoli, mmh­čśő einfach, aber lecker! Es macht Spass, doch mal wieder selber zu kochen.

Tag 2: Auf zum Wave Rock

Heute haben wir eine lange Fahrt vor uns. Zirka 3 Stunden dauert die Strecke bis zum Wave Rock. In unserem Fall jedoch eine Stunde l├Ąnger, denn der stark wehende Wind und das ungewohnte Fahrgef├╝hl im grossen Auto, zwingen uns zu einem gem├╝tlichen Fahrstil. Voll ok, denn wir haben keinen Stress und geniessen die wundersch├Âne weite Landschaft in vollen Z├╝gen.

Die Strasse haben wir beinahe f├╝r uns und auch auf dem Campingplatz kriegen wir ohne Voranmeldung einen freien Platz – Vorteile des Off-Season Reisens. Das entsch├Ądigt die erste unerholsame Nacht, in der wir beide schlotternd aufgewacht sind. Hier ist es derzeit Herbst. Das bedeutet, um die 20-28 Grad am Tag und eisige 10 Grad am Abend. Unsere warmen Sachen werden also kurzerhand zum Pijama umfunktioniert.­čśő

Als wir gegen 4 Uhr Nachmittags endlich den Wave Rock weit ├Âstlich von Perth erreichen, herrscht eine wunderbare Abendstimmung.

Wir erkunden die beeindruckende Granitwelle und erklimmen die Gesteine, um den wundersch├Ânen Sonnenuntergang zu geniessen.­čśŹ

Tag 3: Kampf mit den Elementen

Lange Fahrt zum Zweiten. Bis nach Esperance sind es 380km. Um die Strecke m├Âglichst entspannt aufteilen zu k├Ânnen, fahren wir um 8 Uhr morgens los und erschrecken sogleich ab dem starken Wind. Der wehte bereits gestern, doch heute scheinen die Windb├Âen noch heftiger zu sein und das Fahren braucht ungeheure Konzentration. Meine neu zugezogene Erk├Ąltung erleichtert das nicht gerade­čĄž. Die Strecke selbst befindet sich wieder inmitten der sch├Ânen australischen Landschaft. Die meisten Abschnitte sind sehr trocken und wie in einem Westernfilm wehen teilweise strohartige Ballen ├╝ber die Strasse. Manchmal verdeckt uns eine Staubwolke die Sicht und wir sind froh, dass ausser uns kaum andere Autos unterwegs sind.

Ich muss sagen, auf meiner ganzen Reise habe ich enormen Respekt vor der Natur und ihren Elementen entwickelt. Dem Feuer bin ich in Hawaii auf Big Island in Form von Lava begegnet. Erst gestern hat mich die Nachricht erreicht, dass der Vulkan dort ausgebrochen ist und tausende von Menschen evakuiert werden mussten ­čś░. Die Macht des Wassers hat mich an ziemlich allen Orten ├╝berrascht. So hohen Wellen und starken Str├Âmungen bin ich zuvor noch nie begegnet. Und nun der Wind ­čśâ. Zum Gl├╝ck haben wir die Zyklonsaison gerade verpasst, denn nur schon bei diesem Wind f├╝hlen wir uns der Natur ausgeliefert.

Abends streichen wir den geplanten Ocean Drive aufgrund der schlechten Sicht und geniessen ein Somersby & einen Erk├Ąltungstee gem├╝tlich in unserem Camper.

Tag 4: weisse Traumstr├Ąnde

Strand und Meer l├Âsen in uns immer wieder ein absolutes Freiheitsgef├╝hl aus. Pure Zufriedenheit ├╝berkommt uns beim Anblick des Lucky Bays im Cape-le-grand Nationalpark. Wir machen einen Morgenspaziergang ├╝ber den wundersch├Ânen weissen Sand. In nassem Zustand f├╝hlt er sich an wie Gummi und in trockenem klingt es, als w├╝rde man auf Schnee laufen.

Wir geniessen eine kalte Schokomilch und sind ├╝berw├Ąltigt von der Sch├Ânheit S├╝dwestaustraliens.

Nach einigen weiteren Strandhighlights entscheiden wir uns kurzerhand, den Frenchman Peak zu erklimmen. Der 262 Meter hohe H├╝gel (Berg dann schon nicht grad ­čśë) erm├Âglicht uns eine noch bessere Sicht auf die unglaubliche weite Landschaft des Nationalparks. Rundum atemberaubende Natur und die Wanderung an der frischen Luft tut enorm gut als Abwechslung zum vielen Autofahren.

Die Nacht verbringen wir am Quagi Beach – irgendwo im nirgendwo, so f├╝hlt es sich an­čśä. Die wenigen anderen Camper sehen wir nicht, da alles rundum von Busch bewachsen ist. Der Sternenhimmel ist fern ab von allen Lichtquellen traumhaft und wir sehen sogar die Milchstrasse!­čśŹ Das Meeresrauschen im Hintergrund… mehr Worte brauchts wohl nicht!Ôś║´ŞĆ

Australien, wir haben uns jetzt schon in dich verliebt! Bei der Erw├Ąhnung dieses Kontinents kommen uns definitiv nicht als erstes die b├Âsen Gifttiere in den Sinn. Nein, viel mehr denken wir an die zahlreichen L├Ąmmer und K├Ąlber, welche bei unseren Fahrten mitten durch die Landschaft am Fenster vorbeiziehen. An K├Ąngurus, die pl├Âtzlich aus dichtem Gestr├╝pp ├╝bers Feld h├╝pfen. An kristallklares Wasser vor weissen Sandstr├Ąnden und Felsen in wundersch├Ânen Farben und Formationen. Eine unglaubliche Weite an unber├╝hrter Natur und Menschen, die, wie wir es nennen w├╝rden, im ÔÇ×Gaggo uss├ĄÔÇť leben und einem mit einer solchen Freundlichkeit und Zufriedenheit begegnen, dass man sich sogar am anderen Ende der Welt zu Hause f├╝hlt. Die Liste k├Ânnte noch viel l├Ąnger sein, aber ich verabschiede mich mal mit einem von noch vielen folgenden On-the-road Bild.

Signatur verkleinert