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Unsere „Flitterwochen“, was zur Standardfrage der Indonesier geworden ist, setzen wir in Gili Air fort. Nach der Ankunft mit dem Public Boat merken wir sofort, diese Insel ist um einiges belebter als die kleinste der Gilis.

Die Zeit vergeht plötzlich wie im Flug und wir fühlen uns anfangs noch etwas fehl am Platz, hockten wir doch erst gestern noch in Gili Meno zusammen mit der Sasak Band am Strand.

Nach dem Einchecken in unser niedliches Bungalow, drängt uns die heisse Nachmittagssonne zur Poolsuche. Zu Fuss schleichen wir uns nach einem kühlen Eistee zur zum Restaurant-Hotel-BeachClub gehörenden Poolanlage und werden gegen unsere Erwartung rausgeschickt – nur für Hotelgäste. Dasselbe passiert uns noch bei zwei weiteren Schwimmbecken, bis wir schliesslich am Strand landen – auch schön! 😁 Besonders mit Regenbogen bei den dicken Wolken, die täglich von Lombok her kommen.

Abends landen wir erneut in eine Bar mit Livemusik. Gerade zur Happyhour angekommen, wird es ein ausgelassener Abend. Wir bleiben als letzte Gäste, geben einem älteren Herrn am Nebentisch ein Überraschungsbier aus, sodass er sich zu uns setzt und wir mit ihm und den Sängern der Band noch ein langes Gespräch haben. Ein toller Abend, der die Kopfschmerzen am nächsten Tag wert ist 😅.

So verschlafen wir das Frühstück am Folgetag und füllen unsere Bäuche direkt mit köstlicher Pasta. Gestärkt fahren wir anschliessend die Ostpromenade mit dem Fahrrad entlang. Im Norden finden wir zahlreiche niedliche Kaffees, alle mit Holzschildern und daraufstehenden Lebensweisheiten geschmückt und machen es uns am Strand gemütlich.

Das italienische Restaurant vom Mittagessen war so lecker, dass wir abends tatsächlich nochmals dort landen, für dieselbe Vorspeise (Frühlingsrollen😍) und eine köstliche Holzofen-Pizza! Die Kellner freuen sich total über unsere Rückkehr und das leckere Essen zieht uns bestimmt noch ein weiteres Mal hierhin.😉

Gruseltiere

TierCHEN möchte ich sie schon gar nicht mehr nennen🙈. Nachdem ich die Fotos unserer Tierbegegnungen in meinen Familienchat geschickt habe, kommt die passende Nachfrage meines Bruders: Bist du wieder in Australien?😁 Tatsächlich treffe ich in Indonesien auf mehr exotische und teils beängstigende Tiere. Und das ausgerechnet während Domi und ich nach wie vor eine Tierdoku über die tödlichsten Tiere der Welt nach der anderen schauen.🙈 Beim gemütlichen auf dem Balkonsitzen schwirrt ein riesiger schwarzer Käfer um eine Pflanze herum. Bis wir bemerken, dass er scheinbar Spinnen jagt. Bestimmt handflächengrosse Krabbler! Als eine dann auch noch auf die Steinplatte fällt und in einem Riesentempo nahe an uns vorbei hüpft (!!), reicht uns diese Begegnung.

Doch am selben Abend, als wir in der Dunkelheit noch eine kühle Dusche im Freiluft-Badezimmer nehmen möchten, liegt ausgerechnet eins dieser Tiere neben der Toilette. Eine Einfang- und weit vom Hotel Freilass-Aktion startet und ab diesem Zeitpunkt schüttle ich mein ganzes Gepäck durch und werde es nun immer schliessen. Blöde Spinnenphobie🙈.

Schon immer habe ich gesagt, Echsen oder auch Schlangen finde ich viel schönere und faszinierendere Tiere und sie sind mir lieber als jegliche Insekten und Krabbler. Und diese Aussage wurde wohl gehört. Am Tag darauf sitze ich auf dem Bett und schaue eher grundlos gerade zur Glastür hinüber, als eine Echse daran vorbeiläuft. Ein Riesenfilet!!! Mit dem Schwanz zusammen ist sie bestimmt über 1 Meter gross und sieht aus wie ein Mini-Exemplar der Komodowarane. Hiervon hätte ich echt gerne ein Foto gehabt aber die Überraschung war zu gross, als dass ich noch nach dem Handy gegriffen hätte. Dafür begegnen wir beim Schnorcheln, abgesehen von unserer ersten Schildkröte hier 😍, einem unglaublich gut getarnten Riesenfisch und einer Art Meeresschlange, welche ich bidlich festhalten konnte.

Leider wird es ein sehr kurzer Schnorcheltag, denn nach den ersten bösen Anzeichen am Mittag, gehen wir ins Hotel zurück und mir wird unter quälenden Schmerzen klar: Ich habe eine Blasenentzündung.😣 Leider kenne ich eine solche Infektion bereits aus der Schweiz, wo ein Arztbesuch meist die sofortige Entscheidung war. Aber wir sind auf den Gilis! Miniinseln, die provisorisch aussehende Apotheken haben und Ärztezentren, zu denen ich mit einem eher Frauenproblem nicht unbedingt gehen möchte. So macht sich mein lieber Domi auf die Suche nach Cranberrysaft und probiert mit seinem Grundenglisch ein passendes Medikament zu besorgen. Dieses scheint nach Google-Recherchen & von Indonesisch -> Englisch Übersetzungen korrekt zu sein, doch die 10 Tabletten, die sich als 500mg Antibiotikum herausstellen und deren Menge und Einnahmedauer von einem Arzt bestimmt werden muss, traue ich mich trotz der quälenden Schmerzen nicht zu nehmen! So tauschen wir sie doch wieder um und nach einer gefühlten Ewigkeit, in denen ich nebst literweise Wasser auch den ekligen Cranberrysaft runterwürge, bin ich einigermassen wieder auf den Beinen. So bleibe ich weiterhin dabei sehr viel zu trinken und hoffe, die Infektion, wie bereits bei einigen Malen zu Hause, auch ohne Antibiotikum loszuwerden.

Die schönen Strände

Weisse Sand-/Korallenstrände mit ruhigem Badewasser finden wir an der Westküste von Gili Air.

Wieder ist chillen und relaxen angesagt, während wir, wie so oft in Gili, zahlreiche Weed & Mushroom Angebote ausschlagen. 😅

Ich stelle fest, dass mir diese kleinen Inseln sehr schnell ans Herz wachsen. Dies liegt wohl daran, dass man sich schnell wie zu Hause fühlt. Die Grösse ist so überschaubar, dass man immer wieder denselben Leuten über den Weg läuft, sich grüsst, ein Lieblingskaffee oder Restaurant findet, und sich einfach schnell einlebt in dieses Inselfeeling. Dies kann bei einigen bestimmt auch zu Langeweile führen, doch für unseren jeweils 1-wöchigen Aufenthalt ist es wunderbar. So freuen wir uns erneut auf die köstliche Pizza im Biba Beach Cafe und die Live-Band in der Raja Bar.

Einfache aber super leckere Vorspeise: Sate (Satay) Takos.🤤

Schnorcheln, schnorcheln, schnorcheln

Am Folgetag stürzen wir uns wieder ins kühle, bzw. in Indonesien eher warme. Nass. Meine Blasenentzündung scheint grösstenteils überwunden zu sein und wir gehen erneut auf Schnorcheltour – für mich sogar eine der schönsten. Wir schwimmen durch Fischschwärme, entdecken eine gefährlich dreinschauende Moräne und lassen uns von der Strömung über die bunten Korallen treiben.

Eistee-Päuschen in einem der zahlreichen Promenaden-Restaurants.

Wir 🐠🐟, wie wir uns aufgrund unserer gleichen Sternzeichen gerne nennen, haben noch nicht genug vom Wasser und düsen vor dem Sonnenuntergang mit einem kleinen Boot hinaus aufs Meer, wo sich Domi am Wakeboarden versucht. Völlig zerstört, hat er die Anstrengung dieses so cool ausseheneden Sports unterschätz, doch der Riesenspass war das wert und ein wunderbarer Abschluss unseres letzten Tages auf Gili Air.😊

Beim täglichen Schlummertrunk kommen wir mit dem Einheimischen Nan ins Gespräch – er heisst tatsächlich wie das indische Brot 😃. Mit glänzenden Augen erzählt er uns von seiner Leidenschaft, dem Tauchen. Es ist unglaublich schön, seinen Geschichten zu lauschen und seine Begeisterung ist richtig ansteckend. Begegnungen mit Menschen wie Nan habe uns zahlreiche freudige Momente beschert. Wohl nirgends habe ich je so viele Lächeln geschenkt gekriegt, wie in Indonesien. Die Menschen sind unglaublich liebenswert, ihre Kultur interessant und faszinierend und diese exotischen Orte haben sich mit wundeschönen Erinnerungen in unsere Herzen eingebrannt.

Wer weiss, ob es uns wieder einmal hierhin verschlägt…

Doch bis dahin heisst es leider Abschied nehmen nach einem wunderbaren Monat mit meinem Schatz 😢. Glücklicherweise packt meine nächste Begleitung bereits den Backpack… see you soon!😊😘

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