Bali: Insel der Abenteurer

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Nusa Penida ist eine kleine Insel östlich von Bali. Zusammen mit Nusa Ceningan und Nusa Lembongan gehört sie noch zu Bali und ist bekannt für ihre wunderschönen Klippen, Strände und traumhaften Schnorchel-/Tauchspots.

Die Insel, die wir nach nur 30min Speedboatfahrt erreichen, wird auch Insel der Abenteurer genannt. Dies bemerken wir bereits am ersten Tag bei einer Offroadsession 😃.

Den ersten Abend geniessen wir noch gemütlich am 10 Fussminuten von unserem Bungalow entfernten Strand, Crystal Bay. Vier kleine Kinder weisen uns den Weg, nachdem mich die kleinste Zuckermaus davon mit Blümchen geschmückt hat ☺️, allerliebst! Auf dem Weg begegnen wir zahlreichen Hühnern und „Bibbelis“ die ihrer Mutter piepsig hinterhertapsen. Wir sichten einige Kühe inmitten des Dschungels und sehen Schweine an Leinen, eines sogar mit kleinen Ferkeln, die mich mit den niedlichen Steckdosennasen und ihren Grunzgeräuschen gleich verzaubern😍.

Offroadsession Tag 1: Angel’s Billabong und Broken Beach

Los geht es mit dem Roller auf zuerst gut geteerten Strassen umgeben von riesigen Palmen. Doch plötzlich wechselt die Strasse in eine Holperpiste. Wir fahren über holprige Steine, schlängeln uns an tiefen Schlaglöchern vorbei und werden ordentlich durchgeschüttelt. Begleitet von meinen Aua-Geräuschen, Domis Gegröle (😈😜) und dem Balitypischen Hupen vor jeder Kurve, fahren wir zu unserem ersten Ausflugsziel: Angel’s Billabong und dem direkt nebenan liegenden Broken Beach.

Angel’s Billabong befindet sich heute in einer ruhigen Lage. Gemäss Recherchen gibt es Tage, an denen das Baden hier aufgrund überschwappender Wellen sehr gefährlich sein kann und angeblich wurden bereits Menschen ins Meer hinausgerissen. Nach dem schmerzhaften Abstieg über das spitze Gestein, geniessen wir ein „Bissiwarmes“ Bad und laufen bis an den Rand, wo wir mit einer wunderbaren Sicht überrascht werden: riesige schwarze Flecken im Meer. Mantarochen!!!😍

Unglaublich fasziniert von dieser grossen Rochensorte zählen wir ca. 7 Stück. Ein wunderbarer Anblick, mit dem wir definitiv nicht gerechnet haben.

Wunderschön ist auch der Broken Beach. Von oben aus laufen wir rundherum um das „Loch“ und bestaunen die intensiven Farben des Riffs. Zu gerne würden wir hier baden gehen, denken aber gleichzeitig, dass das Riff bestimmt nicht in einem solchen Zustand wäre, wenn die zahlreichen Touristen hier runterklettern könnten.

Das Baden holen wir am Abend nach bei einer Schnorchelsession am Crystal Bay.

(Alb)traum: Der Kelingking Beach

Besorgte Freunde, Verwandte und Bekannte: bitte nicht weiterlesen & nur die Bilder geniessen 🙈.

Heute machen wir uns auf zum bekannten Fotospot, der von uns ernannten Dino-klippe.

Die Sicht von oben ist bereits der Wahnsinn und erregt Schwindelgefühle. Aber Domi und ich kommen auf die DÄMLICHE, wirklich absolut dumme Idee, zum Strand hinunter zu „laufen“. Wie (überraschend!) viele Touristen ignorieren wir das kleine Warnschild, welches auf den schlechten Zustand des Weges hinweist, und machen uns an den Abstieg. Abstieg klingt eher nach Klettersport und so kommt es uns teilweise auch vor! Zu beiden Seiten geht es ca. 150-200 Meter hinunter. Festhalten kann man sich an von den Einheimischen erbauten Holz- und Bambusgeländern.

Hinter mir laufen zwei Deutsche, deren Diskussion über Anzahl Tote und Absturzmöglichkeiten ich angestrengt versuche zu ignorieren, während ich gefühlt 1000 Gebete in den Himmel sende. Wieso, wieso, wieso…? Für diesen Strand, der am Ende als Belohnung wartet:

Nach dem letzten Mordsabschnitt, bei dem wir wirklich beinahe an einer Felswand hinunterklettern müssen, werden wir von einer Gruppe Balinesen empfangen, die hier unten Getränke und Früchte verkaufen. Jeden Tag! Wir fragen sie (hoffnungsvoll, um evtl. den bevorstehenden Aufstieg umgehen zu können), ob sie mit einem Boot gekommen seien. Nein! Sie steigen hier täglich hinunter!!! Undenkbar!

Die erhoffte Abkühlung im Meer stellt sich ebenfalls als eine Herausforderung heraus. Riesige Wellen schwappen über den feinen Sand und einmal drin, kommt man aufgrund der Strömung nur mit grösster Anstrengung wieder hinaus oder wird einfach von der nächsten riesigen Welle überschlagen und dann an den Strand geknallt.

Unsere überraschend fröhlichen Fotos entstanden wohl aufgrund des erleichterten Hochgefühls, den Abstieg heil überstanden zu haben.

Und ja, der Weg nach oben ist noch viel viel schlimmer! Während ich beim Abstieg noch stolz verkündet habe, dass sich meine einstige Höhenangst bereits seit den Wanderungen in Hawaii minimiert hat, fühle ich mich beim Aufstieg einem Nervenzusammenbruch nahe. Ich möchte mich nur noch auf sicheren Boden legen und losheulen. Jeder Schritt wird mit bedacht gewählt, alle paar Meter erkundige ich mich nach Domi, denn zurückblicken kann ich nicht mehr.

Und dann endlich… Stimmen sind hörbar und wir nähern uns dem Fotospot am Anfang des Horrorweges. Völlig ausgelaugt und erleichtert warnen wir die nächsten Wagemutigen, die sich erkundigen, ob es sich lohnt. Meine Antwort kommt blitzschnell: Nein! 😅 für mich nicht und hätte ich nochmals die Wahl, NIE WIEDER! Dieses Erlebnis mag mich und meinen Freund zwar noch mehr zusammengeSCHWEISSt haben (haha, ich bin schon wieder für Oberschenkelklopf-Witze aufgelegt😜), aber für mich ist das nichts. Dieses ganze Adrenalin und Yes-we-made-it Feeling setzt bei mir nicht wirklich ein, nur ein „dumm dumm dumm, mach das nie wieder, o Gott ich könnte den Boden grad abknutschen, ich bin in Sicherheit!“.

Dschungelfeeling: Tembeling

Der Muskelkater in unseren Oberschenkeln schreit nach einem gemütlichen Tag. Nachdem wir im Internet kaum Informationen zum Tembeling Natural Pool gefunden haben, erkundigen wir uns bei den Hotelangestellten nach dem Schwierigkeitsgrad dieses wohl sehr versteckten Spots. Ganz easy – super, genau das brauchen wir heute.

Über eine fast bis zum Ende anständige Strasse fahren wir Richtung Tembeling Forest, wo wir die gekennzeichnete Abzweigung nehmen und auf dem schmalsten Strässchen überhaupt landen. Inmitten von dichtem Grün und riesigen exotischen Pflanzensorten bekommen wir ein tolles Dschungel-Feeling.

Nach ca. 1km müssen wir den Roller abstellen und zu Fuss weiter. Es geht eine Treppe hinunter und bei jedem Schritt halten wir nach Viechern und insbesondere Schlangen Ausschau. Wir haben nämlich begonnen, eine Doku-Serie über die tödlichsten Tiere unserer Welt zu schauen. Sehr interessant, aber gleichzeitig auch angsteinflössend, wenn man sich gerade in diesen Gebieten aufhällt 😅.

Und dann erreichen wir ihn. Der Natural Pool liegt in wunderbarem Blau vor uns. Ausser uns hat es nur wenige Touristen hier hinunter verschlagen und es scheint vielmehr ein Badeort für Einheimische zu sein. Deren freudiges Planschen im Wasser steckt uns sofort an.😊

Im noch etwas tiefer gelegenen Strandteil von Tembeling finden wir erneut traumhafte Klippenformationen und zahlreiche Steinürmchen.

Nachdem wir uns ohne zu Jammern in der heissen Nachmittagssonne zurück zum Roller geschleppt haben, fahren wir Richtung Nordküste. Beim Tankstopp sind gerade vier Frauen Chillis am trocknen. Mit Händen und Füssen und sehr schlechtem Englisch beginnen wir uns mit ihnen zu unterhalten (Domi liebt Chillis!!!😁🌶) und erhalten ein kleines Säckchen als Geschenk. Mega Freude herrscht und sie sind ultra scharf, genau nach seinem Gusto – ich bin da zu sensibel😅.

Freude herrscht auch auf der Strasse im Norden Nusa Penidas. Elegant cruisen wir am Ozean entlang und sehen die bisher schönsten Tempel in ganz Bali.

Atuh Beach

Dieselbe Strecke fahren wir am Tag darauf erneut entlang. Ziel: Atuh Beach. Hätten wir bloss nicht auf Google Maps gehört, denn die Offline-Karte führt uns auf eine schmale Kies-/Geröllstrasse und definitiv nicht ans Ziel. Zusammen mit zwei weiteren falsch Abgebogenen heisst es also umkehren und schliesslich erreichen wir doch noch den gewünschten Strand. Bei Flut ist er sehr schön, baden jedoch eher mit Schlarpen empfohlen, da dies der Lebensraum zahlreicher Tierchen ist, auf die ich lieber nicht draufstehen möchte 😅.

Das Inselchen sieht aus wie eine Schildkröte, die ihr offenes Maul in den Himmel streckt 😄.

An unseren Traumstrand kommt der Atuh Beach jedoch nicht ran und so freuen wir uns, den letzten Tag auf Nusa Penida noch gemütlich am Crystal Bay zu verbringen bevor es am Tag darauf zurück aufs Speedboat geht. Aber nicht nach Bali. Es geht nach Lombok oder besser gesagt zu den Gili Inseln!😍

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