Kuala Lumpur: Start im fernen Osten

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Auf geht’s nach Asien. Nach zahlreichen unvergesslichen Erlebnissen an der australischen Ostküste, zieht es mich nun in den fernen Osten. Ja, fern ist er auch von Australien aus, denn von Sydney aus dauert der Flug immer noch 8 Stunden.

Nach einem dehydrierenden langen Tag, weil ich mein restliches Bargeld verspendet habe und man auf einem Billigflug von Airasia Kleinbeträge nicht mit Kreditkare bezahlen kann, endlich der neue Stempel in meinem Pass: Malaysia! Hier bin ich nun, zum ersten mal in Asien und so nervös wie noch nie auf meiner bisherigen Reise. Zugegeben, Kuala Lumpur ist sehr modern und westlich angehaucht. Trotzdem bin ich aufgeregt, den Start inmitten der sehr fremden Kultur, alleine zu machen. Und so beginnt die Verwirrtheit bereits bei der Taxisuche, welches ich nach 5 (!) mal nach dem Weg fragen schliesslich finde.

In meinem Hostel inmitten des hektischen Einkaufsviertels Bukit Bintang werde ich herzlich vom Rezeptionisten mit lustigem Englisch empfangen. Wie es sich gehört, ziehe ich vor dem Eingang die Schuhe aus & so Barfuss unterwegs, fühle ich mich gleich wie zu Hause 😊. Mein Zimmer teile ich mit den drei Deutschen, Denise, Ronja und Sarah, wobei letztere am nächsten Tag bereits weiterreist. Die drei Freundinnen überreden mich zu einem kurzen Abstecher in eine Bar. Inmitten von lauter Musik und vielen Lichtern ist mein Kopf einer völligen Reizüberflutung ausgeliefert und meine Augen fallen bereits beim ersten Sommersby beinahe zu. In der einen Ecke singt eine Frau ein japanisches Lied (oder eher piept, so hoch ist ihre Tonlage) und eine Ecke weiter möchten uns 3 Restaurantangestellte gleichzeitig in ihre Shishabar locken und ich fühle mich wie von einem Land ins nächste katapultiert. Reizüberflutung und Müdigkeit hin oder her: I like it! 😃 Und mein erster Eindruck von Kuala Lumpur ist genau das, was diese Stadt unglaublich ausmacht. Zwar dominiert hier der Islam, doch auch hinduistische und buddhistische Einflüsse sind überall zu finden. Verschiedenste exotische Kulturen auf einem Raum und es scheint komplett friedlich zu funktionieren.

Chinatown

Dieses Bild von Malaysias Hauptstadt verstärkt sich am nächsten Tag beim rumcruisen mit dem Hop-on Hop-off Bus.

Super touristisch aber die beste Möglichkeit, so viel wie möglich von Kuala Lumpur zu sehen. Die Stadt ist leider nicht besonders fussgängerfreundlich und so erreichen wir super die interessantesten Orte.

Vorbei an zahlreichen eindrücklichen Gebäuden, machen wir einen Essens- & Shoppingstopp in Chinatown. Hier zeigen mir Ronja und Denise gleich, wie das mit dem Handeln funktioniert – ich weiss schon jetzt, handeln ist definitiv nötig, aber mögen werde ich es nicht 😅. Das Gute ist ja, dass ich aufgrund der Backpackreise sowieso auf Shopping und Souvenirergattern verzichte und somit eher das durch die Märkte schlendern & zwielichten Typen ein Tattooangebot ausschlagen geniesse 😉.

Batu Caves

Zurück im Soloreisen, versuche ich mich am nächsten Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurecht zu finden. Gut, dass ich ja genügend Zeit habe 😋 nach etwa 2 Stunden und zahlreichem herumfragen, erreiche ich mein Ziel, welches gemäss Google Maps eigentlich nur 52 Minuten per ÖV von meinem Hostel entfernt gewesen wäre. Stolz, dass ich mich in einer so fremden Stadt zurecht gefunden habe, bestaune ich bei meinem Ziel, den Batu Caves, die indischen Götterstatuen und erklimme die 272 Stufen hinauf zur Höhle.

Recherche sei dank, war mir der Touristenandrang bewusst. Jedoch habe ich auf meiner Reise gelernt, dass die Freude und Schönheit am Reisen und das Wertschätzen der Erlebnisse und Momente schlussendlich bei einem selbst beginnt. Ich selbst kann meine Gedanken steuern, ob ich mich nun ab den Touristen ärgere oder stattdessen nicht lieber den Affen beim herumturnen zuschaue oder die Düfte der exotischen Früchte einatme und mit den Einheimischen ins Gespräch komme. Und so blende ich die photoshootende Menge aus und bin dafür unglaublich geflasht von dem Anblick der Höhle. Im Lichtschein fallen richtig filmreif Blütenblätter hinunter und mir wird gerade richtig bewusst, wauw, ich bin hier! In Asien, was so lange mein Fernwehwunsch war, aber immer zu fern erschien. Aber jetzt bin ich hier! 😍

Andere Länder, andere Sitten…

Nach dem Dschungelfeeling bei den Batu Caves geht es zurück in den Dschungel der Grossstadt. Die Einkaufszentren hier sind riesig! Anscheinend gibt es sogar eins mit einer Achterbahn in der Mitte! Da kann unsere Eisbahn im Glattzentrum nicht mithalten😁.

Natursuche im Vogelpark

Im Vogelpark von Kuala Lumpur entdecke ich die buntesten und skurrilsten Vogelarten, die ich je gesehen habe. Die Anlage ist sehr schön ausgebaut und definitiv einen Abstecher wert.

Der direkt gegenüber liegende Hibiskus und Orchidéen Park erfreut mich mit meiner Lieblingsblume in zig Variationen.

Und natürlich gibt es auch von mir das obligatorische Selfie vor den riesigen Petronas Türmen 😃

Und glaubt mir, die Wolken täuschen! Das Klima ist konstant tropisch heiss und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch (meine Löckchen verratens 😋). Fördert noch mehr das gemütlich in den Tag leben und lässt sich mit viel Wasser und den überall vorhandenen Klimaanlagen super aushalten, sogar inmitten der Grossstadt.

Eine Bar der anderen Art

Als krönender Abschluss schlürfe ich einen leckeren Lychée Mojito in der Heli-Lounge Bar. Dabei handelt es sich um einen Helikopter-Landeplatz auf dem Dach eines 34 Stockwerk hohen Hochhauses, der sich ab 18 Uhr in eine Bar verwandelt. Mal was ganz Spezielles!😃 und die Aussicht… Kuala Lumpur von oben:

Wohin geht es wohl als nächstes…?

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