Stockholm: Zwischen Ikea und Köttbullar

Donnerstag, 1. Februar 2018, 5:00 Uhr.

Es ist soweit! Der erste Tag meiner Weltreise ist da. Aufgeregt? Ganz ehrlich – nein. Nach wie vor nicht. Eher ein Mix aus Vorfreude & Ich-kann-es-noch-gar-nicht-realisieren-Gefühlen. Anders geht es meiner besten Freundin Susanna, die nun schon sehr hibbelig auf mich zu kommt.


Der Abschied von unseren Familien verläuft glücklicherweise tränenfrei und mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Und da sitzen wir auch schon im Flieger und stehen 2 Stunden später im ersten Land unserer Reise: Schweden

Der  erste Blick aus dem Fenster ist ernüchternd: Schnee! Überall Schnee! ❄️  Irgendwie haben wir uns schon komplett auf Sommer, Sonne, Sonnenschein eingestellt und sind tatsächlich schockiert, dass es hier noch kälter ist als in der Schweiz (was ja eigentlich absolut absehbar war). Wieso sind wir Sonnenanbeterinnen dann überhaupt auf Stockholm gekommen? Weil man von hier aus unglaublich günstige Direktflüge nach Las Vegas hat. Also schlichtweg vom finanziellen Aspekt her und weil wir dachten, wenn wir jetzt schon so viel Zeit zum Reisen haben und flexibel sind, ist es doch schön, so viel wie möglich sehen zu können, zumal wir auch schon viel Gutes über Stockholm gehört haben. 2 Nächte werden wir hier verbringen, bevor es in die Stadt mitten in der Wüste geht.

Unsere Unterkunft ist das Red Boat Mälaren Hostel im Stadtteil Söldermalm. Bei der Suche haben wir etwas Anfangsschwierigkeiten, da wir zuerst an der falschen, gegenüberliegenden Strandpromenade entlanglaufen. Strandpromenade – das klingt nach Palmen und Sand. Jedoch friert uns ein kalter Wind beinahe die Ohren ab und das ungewohnte Gewicht auf dem Rücken macht uns etwas zu schaffen. Letzteres bringt uns schliesslich zu der Entscheidung, die Brückenüberquerung per Bus fortzusetzen. Die Tickets dafür erhält man jedoch nur in unauffindbaren ‚offices‘, doch mit ein bisschen Hilflose-Touris Verhalten, nimmt uns der Busfahrer auch ohne Busticket mit. 🙂
Als wir unser Hostel schliesslich finden, sind wir unglaublich positiv überrascht. Die Einrichtung ist total authentisch und einfach nur passend für eine solche Unterkunft. Das Hochbett in unserer kleinen Koje weckt sofort Klassenlager-Erinnerungen aus der Primarschule. Die Heizung noch voll aufdrehen und sofort fühlen wir uns pudelwohl. 🐩☺️


Stockholm selbst wirkt durch die vielen liebevoll eingerichteten Kaffees, Retstaurants und Pubs total niedlich und sympathisch. Überall werden wir von einem fröhlichen „Hej hej“ begrüsst und überall, wirklich überall erkennen wir Möbel und Dekorationsstücke von dem Möbelgiganten Ikea wieder. Anders als z.B. in Paris, mit dem Eiffelturm und dem Louvre, oder London mit seinem Big Ben, bietet Stockholm für uns jetzt nicht DIE Sehenswürdigkeiten. Vielmehr schlendern wir durch die Strassen, genehmigen uns hier und da einen aufwärmenden Tee oder Kaffee und werden uns langsam bewusst, was für eine unglaubliche Zeit nun auf uns zukommt. ☕️

Ein wunderbares Gefühl von Freiheit überkommt uns bereits jetzt. Wir können tun und lassen wonach uns gerade ist. Und am ersten Abend sind das Pommes und ein Bier in einer Art Irish Pub.

Die Preise in Schweden sind wie erwartet hoch. Besonders für Alkohol! So zahlen wir pro Bier umgerechnet ca. CHF 12.-, was mehr kostet als eine grosse Portion frische Muscheln. Typisch schweizerisch „wir sind ja so reich im Ausland“ schauen wir erst nach dem bestellen auf die Preisliste. Das mit dem Budget-Backpacken üben wir wohl noch ein wenig. 😄


Gönnung Nr. 2 ist ein kleines Beautyprogramm an unserem ersten gemeinsam Abend. Übernachtungsparties, wie wir sie als Kinder und beinahe Nachbarn früher jede Woche gemacht haben. 😊
Die Schlenderei und das in-den-Tag leben wird am nächstem Tag fortgesetzt. Shopping steht, aus offensichtlichen Gründen (🎒), nicht auf dem Tagesprogramm. Heutiges Wunschziel von mir: Original schwedische Fleischbällchen, Köttbullar genannt, essen.


Mithilfe von Google finden wir das 20min entfernte Restaurant „Meatballs for the people“, welches unser Sweden must-do mehr als genügend erfüllt.

Und so endet unser Kurztrip im verschneiten Schweden und wir freuen uns bereits auf die Wärme in den USA. ✈️

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